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  1. „Trouble in Paradise“ @ Kunstverein Konstanz

    […]Der Schwerfälligkeit einer ausgedienten Maschine stellt Szonn die Leichtlebigkeit aufblasbarer Plastikobjekte entgegen, ein leicht verfügbares, quietschbuntes Paradies, dem aber schnell die Luft ausgehen kann. Dieses in sich gegensätzliche Objektarrangement wird in die maschinell mögliche Bewegung, das Zirkulieren der Walzen, gesetzt. Aber es ist nicht Auslegware, die sorgsam um die Walzen gewickelt zur Kundenpräsentation kreist, vielmehr stößt die Künstlerin eine unkontrollierbare Choreographie an, in der die beteiligten Objekte in einen nicht absehbaren Verschleißprozess geraten und zu Performer*innen ihrer eigenen Abnutzung werden. […]

    […] Im kleinen Oberlichtsaal geheimnisvoll dunkel, akustisch anziehend durch ein beständiges Wasserplätschern (das sich als die Rotznase eines Smiley-Wesens entpuppt), finden wir seltsam verfremdete Plastiktiere in Zoo-Käfighaltung. Zugleich fungiert dieser enge Raum auch als Überwachungszentrum,das die innersten Vorgänge des maschinellen Zerstörungsprozess im Nebenraum kamera-technisch dokumentiert und all die Details des Verschleißes, der erbarmungslosen Kreisbewegung der Teppichpaternoster- Walzen überträgt, die wir, die Zuschauer, gar nicht einsehen und erkennen können. […]

    Text: Dr. Dolores Claros- Salinas
    weiter Infos hier
    http://www.kunstverein-konstanz.de/index.php/detailansicht/catharina-szonn.html

  2. „And this is us“ @ Frankfurter Kunstverein

    […]Catharina Szonns Skulpturen und Konstruktionen sind in sich geschlossene Systeme, die als obsolete Maschinen von ihrer ursprünglichen Bestimmung befreit, zu Sinnbildern eines Abgesangs auf Effiezienz und Leistung unserer Wachstumsutopie werden. Im Zentrum ihrer Arbeit für den Frankfurter Kunstverein steht Szonns Auseinandersetzung mit einem Heugebläse. Die Maschine stammt ursprünglich aus landwirtschaftlicher Nutzung, wie sie in der Vergangenheit verwendet wurde, um Heu automatisch weiter zu befördern. Heute, als zu monofunktional und behäbig erachtet, hat diese Technik ausgedient. Szonn schafft aus diesem gefundenen Objekt eine kinetische Maschinen-Plastik. Sie zerlegt das Rohrsystem und ergänzt es mit neuen Versatzstücken ganz unterschiedlicher Materialbeschaffenheit. Der Mechanismus addiert sich zu einer komponierten Überlänge, wächst zurück auf seinen Rumpf und wird zum Kreislauf.[…]

    Text: Franziska Nori

    weiter Infos hier
    https://www.fkv.de/exhibition/and-this-is-us-junge-kunst-aus-frankfurt

  3. Die Anstrengung als Umrundung strecken
    es war bereits zu dunkel
    als man anfing es ernst zu nehmen
    nach der Leichtigkeit die Erschöpfung halten
    weil es auf Erneuerung abzielt
    hatte es aufgehört zu existieren

  4. „Für recht wenig zu schade“

    Die dialogische Gegenüberstellung von zwei Betonmischern verhandelt die Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit von Arbeit, als sinnbildliche Darstellung einer sich gegenwärtig technologisch wandelnden Gesellschaft. Ein schon in die Jahre gekommener Betonmischer befindet sich im inneren eines Pavillons und ist zum Teil in einer scheinbar von außen um ihn herum gebauten „Unsichtbarkeit“. „Für recht wenig zu schade“ referiert auf das Video „Railings von Francis Alÿs und fokussiert die mechanische Wiedergabe einer menschlichen Handbewegung, die an einem Zaun
    mit umgriffenen Stock entlanggleitet und ein dissonantes Geräusch erzeugt. Der sich im inneren des Pavillons befindliche Betonmischer, macht durch seine Rotationsbewegung lautstark auf sich aufmerksam. Man sieht ihn nicht, aber man hört ihn. Der zweite, etwas neuere und abseits des Pavillons stehende Betonmischer trägt den Schriftzug „Vielleicht dem Alter gemäß noch etwas scheu. Aber dafür mit großer Beharrlichkeit begabt. Runde Ecken die mit Spitzen drohen“ und hält die Möglichkeit einer ihn ebenso ereilende Unsichtbarkeit, aufgrund eines sich gesellschaftlich veränderten Effizienz- und Leistungsgedanken, offen.

    click @ image or link
    https://vimeo.com/371112733

  5. Für recht wenig zu schade

    Vielleicht dem Alter gemäß noch etwas scheu
    Aber dafür mit großer Beharrlichkeit begabt
    Runde Ecken die mit Spitzen drohen

    Das Werden unserer Zeit
    Wie authentisch kann eine kahle Stelle sein
    There is no future
    Damit wurde nicht gerechnet
    Lexikoneinträge die ausbleiben werden

    Egal als letzte Chance
    Wiedersehen bemisst sich an dem was dazwischen liegt
    Dabei wird es ständig betont
    Es gibt ein Problem

    Die Bedeutungslosigkeit als Form der Fairness etablieren
    Bemerkungen über Qualität auf der Zunge tragen
    Empfehlungen für Verhalten
    Konstruktionen die darauf angelegt sind zu zerfallen

    Der überwundene Verzicht
    Vorbeilaufende Gesprächigkeit die man nicht hört
    Hinwendung zur Selbstähnlichkeit als Lösung verinnerlichen
    Wiederholungen die genauso wenig bringen wie viel Glück zu wünschen

    Die Hälfte aufholen die noch fehlt
    Dinge die nichts wert sind außer einer Erinnerung
    Symbolische Reproduktion von Restbeträgen
    Verfestigte Fragen die sich zurückstrecken

  6. „Bedeutung ohne Garantie“ Electric Dreamland #1 @ Hilbert Raum

    In unserer Gesellschaft des dauerhaften Spektakels, die doch vergeblich von Erfüllung träumt, bleibt Imagination ein schmerzhaftes, aber auch ein heilsames Versprechen. In ihrer so engen Verknüpfung mit den sich seit über einem Jahrhundert rasant entwickelnden Imaginationstechnologien des Maschinenzeitalters sind sowohl Unterhaltungsindustrie als auch Kunstproduktion unabdingbare Druckventile einer Gesellschaft, die sich immer wieder neu mit den immer neuen technologischen Versprechungen und ihrem ewigen Scheitern versöhnen muss. In der Arbeit „Bedeutung ohne Garantie“ steht ein Kiddy Ride Hubschrauber als performendes Sinnbild eines Archetypen der Imaginationsmaschine. Wie in einem aus der Zeit gefallenen Traum vom Aufstieg verlebendigt und transformiert sich das Objekt als ausgediente Dienstleistungsmaschine in ein radikales künstlerisches Finanzierungsmodell:
    #cashonly #50cent #rideordie #kissandfly #refinancing #cashandride

    Text: Franz Reimer

    weiter Infos hier

    https://hilbertraum.org/2020-electric-dreamland-pt1

  7. „Flexible Erwartungsauffälligkeit“ @saasfee*pavillon

    Eine Bewegung die doch kein Vorankommen ist. Die Arbeit „Flexible Erwartungsauffälligkeit“ ist ein mechanischer Bewegungsapparat eines Speichermagazin, einem Objekt aus Textilwäschereien, der in einer transformierter Bedeutung
    eine Bewegung die alles immerfort und zugleich vergeblich zirkulieren lässt, widerspiegelt. Es gibt kein Vorankommen, obwohl die Objekte stetig rotieren. Bildmotive und Gedichtzeilen die auf den Bewegungsablauf verweisen, werden
    mittels Aktenvernichtern als zerkleinertes Material nachgeliefert. Die an dem Speichermagazin befestigten Objekte, geraten somit in Situationen von grotesker Komik. Verheddern oder straucheln sie mit jeder gedrehten Runde anders in dem weiterhin nachgeliefertem Material. Werden sie so lange mechanisch mitgeschliffen, bis sie sich abgearbeitet haben. Der Eindruck von Bewegung und Fortschritt zeigt sich als Irrtum. Bleiben die Abstände und Bewegungen doch nahezu die Gleichen. Ein Abbild einer Inszenierung einer gesellschaftlichen Entwicklung, in der sich das Individuum stets flexibel und wandelbar darstellen soll.

  8. Publikation Catharina Szonn

    The artist Catharina Szonn explores in her painterly, poetic and installative mode of expression, with current socio-cultural thematic fields, which considers the interaction between humans and machines. In doing so, she fall back on traces and objects of past and present growth utopias, in whose transience she raise revitalizing questions about the future. In her first publication, the immediate human-machine theme is presented in a series of visual works in which disused machines are transformed into performers of their own abrasion.

    The catalog includes texts by Katharina Bach, Marie-Hélène Gutberlet, Seda Pesen and Franz Reimer.

    Design by Kathrin Baumgartner

    self published
    English, German
    Pages: 60
    Size: 17 x 24 cm
    ISBN: 9783000664496

    to buy click HERE
    or send me an email

    >>>> online Version click HERE

  9. Step by step enger schnallen
    @flowershop Offenbach

    Yes or No
    I follow you
    Tut das weh?
    davon wird die Welt
    nicht untergehen

    immer und überall
    wird die Lösung aller
    Probleme sein

    let´s dream the dream
    Emotion-Zurück-Garantie
    radikal für richtig und falsch
    das Herz muss weiter wandern
    Welcome im Minus
    Hallo für das nächste Mal

    Möglichkeiten vergrößern
    bei Schwierigkeiten Leistung bestätigen
    der Traum von einer Sache
    der Sinnlosigkeit nichts mehr schuldig sein müssen

    try to escape is
    learn to fall
    checklist erster Besuch

    for more information click here

  10. >>Who sold my generation?< <

    exhibition view >>Café Futurama< < @Magma Maria

    Who sold my generation?
    Do not evil ist nicht mehr gültig

    This is not the end, but you are simply late.

    for more information click here

    photo:Fenja Cambeis

  11. href=“http://catharinaszonn.de/wp-content/uploads/Cafe-Futurama_Catharina-Szonn_3.jpg“>

    >>more for more< <
    exhibition view >>Café Futurama< < @Magma Maria

    More for more
    when my eye dies let my soul enter Paradise
    waitung for further future
    Halt dein Herz fest sonst springt es über

    for more information click here

    photo:Fenja Cambeis